Komplett unnötige Aktion"
Das DFB-Interview mit Nationalspieler Kevin Großkreutz schlägt immer noch hohe Wellen. "Das war eine komplett unnötige Aktion", schimpfte Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc nun in der "Sport Bild".
Großkreutz, der beim BVB unter Vertrag steht, war darauf angesprochen worden, dass er vor etwas mehr als einem Monat nachts in Köln vor einem Imbiss mit einem anderen Gast aneinandergeraten war. Der Mittelfeldspieler soll sogar mit einem Döner geworfen haben. Auch die "Pinkelaffäre" nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München war in dem Gespräch, das auf der DFB-Homepage drei Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel der deutschen Elf gegen Portugal veröffentlich worden war, nochmals zur Sprache gekommen.
Zorc: "Extrem irritiert"
Für Zorc ein Unding. "Das hat mich nicht nur überrascht, sondern auch extrem irritiert", sagte der frühere Profi. Ich weiß nicht, warum man kurz vor einem WM-Auftaktspiel so etwas bei einem eigenen Medium wieder zum Thema macht." Bereits Großkreutz hatte sich in dem Gespräch extrem genervt gezeigt.
Der DFB hatte direkt nach der Publikation versucht, das Interview zu verteidigen. "Es gibt auch bei uns im Camp Lockerheit und Ironie", so Nationalmannschafts-Sprecher Jens Grittner. Man solle das Interview mit "Augenzwinkern" sehen und einem "Schuss Lockerheit" hinnehmen.
Eine Rechtfertigung, die Zorc nicht besänftigt: "Ich weiß nicht, ob dort jemand künstlich lustig sein wollte. Aber man sollte doch lieber vielleicht über Fußball reden mit seinem eigenen Nationalspieler."
Nicht-Nominierung von Schmelzer sorgt für Irritationen
Auf den DFB ist Zorc derzeit ohnehin nicht gut zu sprechen. Auch die Nicht-Nominierung von Marcel Schmelzer schmeckt dem Sportdirektor nicht. "Es kam schon überraschend, schließlich war Schmelzer in den letzten Jahren eigentlich immer mit dabei", sagte Zorc. Dass der Linksverteidiger aufgrund seiner Knie-Probleme gestrichen worden sei, stimme nicht, so der 51-Jährige weiter: "Schmelzer wäre laut eigener Aussage fit gewesen."

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